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Wirkgeschichten: 20 Jahre Erfahrung. Ein neuer Name. Eine Haltung, die bleibt.

Design / Haltung / Kommunikation / Marke / Transformation

Die Autorin

Wirkgeschichten: 20 Jahre Erfahrung. Ein neuer Name. Eine Haltung, die bleibt.

Aus der Fachhochschule der Diakonie wird die Hochschule der Diakonie. Zum 20-jährigen Jubiläum am 9. Oktober 2026 erhält die Hochschule einen neuen Claim und ein behutsam weiterentwickeltes Erscheinungsbild. 20 Jahre lang stand die FH der Diakonie für wissenschaftliche Qualität, diakonische Werte und eine enge Verbindung zur Praxis. Sie qualifiziert Menschen für Aufgaben in Kirche, Diakonie sowie im Sozial- und Gesundheitswesen – berufsbegleitend, berufsintegrierend, ausbildungsbegleitend und grundständig.

Diese Haltung bleibt. Sie wird jetzt klarer sichtbar:
Klar im Denken. Sicher im Handeln. Kompetenz für das Leben.

Die neue Marke erzählt von einer Hochschule, die Menschen qualifiziert, ermutigt und miteinander verbindet.

Ein Name verändert sich – eine Haltung bleibt.

Die Hochschule der Diakonie ist eine staatlich und kirchlich anerkannte, gemeinnützige Hochschule mit christlich-diakonischem Selbstverständnis. 16 diakonische Gesellschafter tragen die Institution. Ihre Studierenden bringen unterschiedliche Lebenswege mit. Viele arbeiten bereits im Beruf, verbinden Studium und Familie oder suchen eine fachliche Weiterentwicklung. Genau daran knüpft das Studienmodell an:

  • Berufsbegleitend und dual: Vorwissen und berufliche Erfahrung werden gewürdigt und angerechnet.
  • Blended Learning: Hybride Seminare, Lerngruppen, Flipped Classroom und Theorie-Praxis-Transfer.
  • Flexibel: Etwa drei Präsenztage pro Monat in Bielefeld – Raum für Beruf und private Verantwortung bleibt.
  • Inklusiv und partizipativ: Unterschiedliche Perspektiven und Lebensrealitäten gehören zum Hochschulalltag.

Der Wechsel von „Fachhochschule“ zu „Hochschule“ ist deshalb kein Bruch. Er beschreibt die gewachsene Identität der Institution.

Gemeinsam denken, schärfen und weiterentwickeln.

Unsere Zusammenarbeit begann im Oktober des vergangenen Jahres mit einer Workshop-Reihe. Im Mittelpunkt stand eine Frage:
Wer sind wir heute – und was wollen wir morgen bewirken?

Mit dem Positionierungsdesign-Kompass haben wir die Marke von innen nach außen betrachtet: Wer wir sind. Was wir lösen. Wie wir wirken. Im interaktiven Austausch wurden Herausforderungen, Ziele und Wünsche sichtbar. Wir prüften die bestehende Marke und fragten: Hat sich die Marke verändert? Die Antwort lag in der Entwicklung der Hochschule selbst. Ihr Angebot war vielfältiger geworden. Ihre Rolle im Sozial- und Gesundheitswesen war klarer. Ihr Selbstverständnis war gewachsen.

Darum entschieden wir uns für eine Evolution statt Revolution. Vertraute Elemente bleiben erhalten. Zugleich zeigt der Auftritt die heutige Hochschule präziser. Aus den Workshop-Ergebnissen verdichteten wir Antrieb, Zweck, Markenattribute und Positionierungsstatement – das strategische Fundament für Corporate Identity und Corporate Design.

Vom Markenkern zum neuen Claim.

Im lebendigen Austausch von Wissenschaft und diakonischer Praxis entwickelt die Hochschule Lösungswege für drängende Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie bildet ethisch reflektierte Fach- und Führungskräfte aus, die komplexe Situationen durchdringen und verantwortungsvoll handeln.
Der bisherige Claim „Kompetenz für das Leben“ brachte diesen Anspruch bereits auf den Punkt: Qualifizierung für das Berufsleben, die Fähigkeit, Menschen in herausfordernden Situationen kompetent zu begleiten, und der diakonische Auftrag, für den Menschen da zu sein.

Im Positionierungsprozess wurde diese Idee zu einem Dreiklang erweitert:
Klar im Denken. Sicher im Handeln. Kompetenz für das Leben.

Klar im Denken: analytische Klarheit und wissenschaftliche Orientierung. Sicher im Handeln: professionelles, ethisch verantwortetes Entscheiden. Kompetenz für das Leben: der Blick auf Berufsleben, Mitmenschen und das Leben selbst.

Die drei Markenattribute:

  • Ermutigend qualifizieren: Akademisches Wissen trifft auf eine Haltung, die Studierende auf Augenhöhe stärkt.
  • Wirksam vernetzen: Beziehungen zwischen Hochschule, Praxispartner:innen, Trägern und Verbänden verbinden Wissenschaft mit Erfahrung.
  • Wert(e)voll reflektieren: Das christliche Menschenbild gibt Orientierung, Offenheit für unterschiedliche Perspektiven prägt den Austausch.

Eine visuelle Evolution mit Wiedererkennungswert.

Auch gestalterisch ging es um Weiterentwicklung mit Augenmaß. Gelernte Sehmuster wurden nicht durchbrochen, sondern behutsam weitergeführt.

Die Wort- und Bildmarke
In der bisherigen Bildmarke war „FHdD“ als Buchstabenfolge präsent, die Wortmarke trat dagegen zurück. Im gemeinsamen Sparring stärkten wir die Bedeutung der Diakonie innerhalb des Logos. „Diakonie“ erhält mehr Raum. Die Bildmarke greift den Buchstaben D aus dem Diakonie-Zeichen auf und übersetzt ihn in eine eigenständige Form für die Hochschule. Das bisherige helle Quadrat wird zu einem präsenten D. Das dunkle Blau wird durch ein diakonisch anschlussfähiges Lila ergänzt. Damit wird die Verbindung zur Diakonie unmittelbar sichtbar – im Zentrum der Marke und zugleich mit der Hochschule verbunden.

Das D als Gestaltungselement
Das D aus der Bildmarke wird zur wiederkehrenden Schablone im gesamten Auftritt: als Rahmen für Bilder, als Farbfläche, als grafischer Akzent. So entsteht ein flexibles Gestaltungssystem mit hohem Wiedererkennungswert – und bewusst Raum für spielerische Anwendungen.

Farben, Bilder und ein System, das Orientierung gibt
Die neue Farbwelt ordnet die Inhalte klarer. Lila wird zur Basisfarbe und stärkt die Verbindung zur Diakonie sowie zum evangelischen Profil. Blau steht für Hochschulthemen. Pink kennzeichnet den Bachelor, Grün den Master, Orange setzt Akzente.
Diese Zuordnung schafft Ordnung, ohne die Marke einzuengen. Studienbereiche lassen sich schneller unterscheiden, der Gesamtauftritt bleibt zusammenhängend.
Auch die Bildwelt rückt die Studierenden in den Mittelpunkt: Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Lebenswegen und Perspektiven, überwiegend zwischen 20 und Mitte 30. Authentische Lernsituationen erzählen von Austausch, konzentriertem Arbeiten und gemeinsamer Entwicklung.
Warme, kräftige Farben setzen einen lebendigen Kontrast zum logo-prägenden Blau. Eine ausgeprägte Tiefenschärfe lenkt den Blick auf die Person oder Handlung. Eine starke Lichtquelle erzeugt sanfte Schatten und gibt den Motiven Plastizität.

Ein neuer Auftritt für eine gewachsene Gemeinschaft.

Mit dem Namen Hochschule der Diakonie, dem neuen Claim und dem Design Refresh wird sichtbar, was die Institution seit 20 Jahren ausmacht: wissenschaftliche Qualität, diakonische Verantwortung und Nähe zur Praxis. Die neue Marke will nicht lauter sein als die Menschen, um die es geht. Sie gibt Orientierung, schafft Vertrauen und zeigt Entwicklung.

Am 9. Oktober 2026 feiert die Hochschule der Diakonie ihr 20-jähriges Jubiläum. Der neue Auftritt ist dafür ein sichtbares Zeichen: Die Identität ist gewachsen, die Haltung bleibt klar.

Klar im Denken. Sicher im Handeln. Kompetenz für das Leben.