Strategische Beraterin
Guter Impuls
Die Autor:innen
Am 26. Februar 2026 durften wir zu unserem ersten Echt!jetzt!-Impulsabend des Jahres zahlreiche Gäste in unseren Räumlichkeiten in Köln begrüßen. Unter dem Motto „Haltung, die bewegt! — Partizipation als Treiber echter Veränderung“ haben wir gemeinsam erkundet, wie Organisationen und Marken echte Haltung entwickeln und wie sie diese transformative Kraft in der Praxis entfalten können.
Der Abend wurde bereichert durch zwei beeindruckende Persönlichkeiten, die uns zeigten, wie Haltung in ihren Organisationen Veränderungen möglich gemacht haben.
Ich glaube, dass wir durch aktives Zuhören, durch echten Dialog so viel mehr von unserem Gegenüber verstehen können, dass wir nicht mehr in schwarz und weiß denken, sondern auch alles dazwischen hören können.
Ruth-Anne Damm, Zweitzeugen e.V.
Ruth-Anne Damm – Geschäftsführerin Zweitzeugen e.V. und Sozialunternehmerin des Jahres 2025
Ohne hierarchische Strukturen, aber mit klarer Haltung hat Ruth-Anne den Verein über Jahre ehrenamtlich aufgebaut und zu einer wachsenden Bewegung geformt. Heute engagieren sich 28 Hauptamtliche und rund 100 Ehrenamtliche gemeinsam gegen Diskriminierung und Antisemitismus. Ihre Mission: Erinnerungskultur lebendig gestalten und nachfolgende Generationen zu Zweitzeugen machen.
Wir haben Menschen dort abgeholt, wo sie privat stehen – das war ungewöhnlich für eine Bank, aber genau das hat die erste Welle der Bewegung ausgelöst.
Enrico Eberlein, Mitglied der Geschäftsleitung Deutsche Bank
Enrico Eberlein – Mitglied der Geschäftsleitung Deutsche Bank und Mit-Initiator der „grünen Filialen"
Was als strategisches Top-Down-Projekt startete, entwickelte sich unter Enricos Führung zu einer bemerkenswerten Graswurzelbewegung: Die Mitarbeitenden selbst wurden zu treibenden Kräften der Nachhaltigkeitstransformation und aktivierten 400 Filialen. In seinem Podcast #5nach12 diskutiert Enrico regelmäßig Impulse für nachhaltige Wirtschaft, parallel engagiert er sich mit der Initiative #niewiederistjetzt gegen gesellschaftliche Spaltung.
Als Gute Botschafter ist es unsere Mission, das Gute zur treibenden Kraft des Erfolgs unserer Kund:innen zu entwickeln. In einer Zeit, in der es zunehmend schwieriger wird, den Halt nicht zu verlieren, ist es umso wichtiger, zu wissen, wofür man steht. Eine klare Haltung verhindert, dass Organisationen auseinanderdriften und die Gesellschaft die Orientierung verliert.
Wir glauben an das Gute, an den sozialen, nachhaltigen und menschlichen Unterschied, der in der Gesellschaft bewirkt wird. Dieses Gute existiert in Menschen, Organisationen und Unternehmen, nicht immer offensichtlich, aber häufiger als vermutet. Es ist der Kern, der echten Wert schafft: Es macht das Leben besser, sicherer oder schöner – durch Produkte, Dienstleistungen und Engagement.
Unser Echt!jetzt! Impulsabend hat gezeigt: Wenn Partizipation mehr als ein Schlagwort ist, werden aus Mitarbeitenden und Engagierten echte Gestalter:innen des Wandels. Die beiden Beispiele unserer Speaker:innen zeigten trotz unterschiedlicher Organisationsstrukturen den gleichen Erfolgsfaktor: Sie verstehen ihre Menschen nicht als bloße Umsetzer, sondern als Co-Creator echter Veränderung.
1. Authentizität als Fundament: Echte Haltung kann nicht verordnet werden – sie muss authentisch (vor-)gelebt und von innen heraus entwickelt werden, um nachhaltig zu wirken.
2. Partizipation schafft Identifikation: Wenn Menschen mitgestalten dürfen, entsteht ein tiefes Gefühl der Zugehörigkeit und Verantwortung – aus »müssen« wird »wollen«.
3. Raum für Eigeninitiative: Beide Organisationen schaffen bewusst Freiräume, in denen Mitarbeitende und Engagierte eigene Ideen entwickeln und umsetzen können.
4. Wertschätzung als Treiber: Die explizite Anerkennung von Engagement – auch außerhalb des eigentlichen Aufgabenbereichs – motiviert und stärkt die Bindung zur Organisation.
5. Mut zur Unvollkommenheit: Perfektionismus hemmt Beteiligung – echte Partizipation bedeutet auch, Kontrolle abzugeben und verschiedene Wege zuzulassen.
6. Haltung fordert heraus: Eine klare Haltung zu beziehen bedeutet auch, Widerstand zu erfahren und manchmal schwierige Entscheidungen zu treffen - beispielsweise auf Aufträge oder Spenden zu verzichten, die nicht zu den eigenen
Werten passen.
7. Aktives Zuhören als Schlüssel: Um Menschen wirklich zu erreichen und mitzunehmen, ist es entscheidend, ihnen zuzuhören und ihre Perspektiven ernst zu nehmen – gerade auch bei unterschiedlichen Meinungen.
8. Relevanz der Selbstwirksamkeit: Menschen engagieren sich nachhaltig, wenn sie die Wirkung ihres Handelns konkret erleben können – wie bei den Deutschen Bank-Mitarbeitenden, die ihre Filialen eigenständig nachhaltiger gestalteten.
9. Vom Leuchtturm zur Bewegung: Einzelne Leuchtturmprojekte können zu organisationsweiten Bewegungen werden, wenn die Energie und das Engagement der Pioniere auf andere überspringen dürfen.
10. Haltung als Resilienzfaktor: Organisationen mit klarer, gemeinsamer Haltung sind krisenfester. Das gemeinsame »Warum« bietet Orientierung in unsicheren Zeiten. Beide Referent:innen zeigten, wie das Festhalten an Werten trotz Polarisierung und Herausforderungen zu nachweislich nachhaltigen Bewegungen führte.
Ihr möchtet mit uns zum Thema Haltung in den Austausch gehen? Als Gute Botschafter entwickeln wir das Gute zur treibenden Kraft Eures Erfolgs. Wir begleiten Unternehmen und Organisationen dabei, ihre authentische Haltung zu finden, zu schärfen und in glaubwürdige Kommunikation zu übersetzen.
Lasst uns gemeinsam erkunden, wie Eure Organisation durch eine klare Haltung nicht nur nach außen strahlen, sondern auch nach innen Halt geben kann. Wir glauben: Das Gute braucht keinen oberflächlichen Glanz – es leuchtet von innen, authentisch und überzeugend.
Jeder Schritt ist ein Anfang. Vertieft Eure Erkenntnisse mit unserem Haltungscheck – dem einfachen Tool, das Euch zeigt, wo eure Organisation wirklich steht.
Was Euch erwartet: