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Guter Impuls
Der Autor
Werte werden dort konkret, wo sie Entscheidungen beeinflussen. Beim Echt!jetzt!-Abend „Werte schaffen…“ haben wir mit Stephan Anpalagan und unseren Gäst:innen darüber gesprochen, wie persönliche Haltung entsteht, wie Unternehmen mit unterschiedlichen Perspektiven umgehen und wo Verantwortung für die Gesellschaft beginnt.
„Wie verteidigen wir unsere Werte, wenn es darauf ankommt?“ Diese Frage stand im Zentrum unseres Echt!jetzt!-Abends „Werte schaffen…“.
Stephan Anpalagan gab persönliche Einblicke in seine Biografie, seine Arbeit und die Gewissensfrage, die sein Buch „Für den Frieden“ prägt: Für das eigene Land in den Krieg ziehen – oder nicht? Seine Impulse öffneten einen Raum für Fragen, Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven. Eine einheitliche Antwort stand dabei nicht im Mittelpunkt.
Der Abend führte durch drei miteinander verbundene Ebenen.
Ich: Wie entsteht persönliche Haltung? Biografien prägen unseren Wertekompass. Glaubwürdigkeit zeigt sich auch darin, Überzeugungen zu prüfen und weiterzuentwickeln – und dann für sie einzustehen.
Wir: Wie bleibt Zusammenarbeit möglich, wenn Menschen sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten? Das ist nicht immer einfach. Es braucht gemeinsame Regeln, klare Grenzen und die Bereitschaft, problematisches Verhalten anzusprechen.
Gesellschaft: Wo werden Unternehmen wirksam, wenn Demokratie und Zusammenhalt unter Druck stehen? Diese Frage richtet den Blick darauf, wie Werte in Beziehungen, Entscheidungen und im Handeln einer Organisation sichtbar werden.
Nach den Impulsen bewerteten die Gäst:innen mit der Eigenland-Methode fünf Thesen. Zuerst positionierten sie sich intuitiv. Anschließend wurde das Meinungsbild gemeinsam betrachtet und diskutiert.
Der Wert dieses Vorgehens liegt nicht in einer schnellen Einigung. Sichtbar wird zunächst, wo ähnliche Einschätzungen liegen, wo Unterschiede bestehen und welche Fragen die Runde besonders beschäftigen. In der anschließenden Diskussion können die Erfahrungen und Begründungen hinter den Positionen Raum bekommen.
So entstehen keine fertigen Antworten auf Knopfdruck. Es entstehen Zwischenfazits, die den nächsten Denk- und Handlungsschritt vorbereiten.
Für uns wurde an diesem Abend deutlich: Eine Haltung zeigt sich nicht allein darin, dass wir Werte benennen. Sie zeigt sich darin, was wir tun, wenn Entscheidungen schwierig werden – wie wir mit Spannungen umgehen, welche Grenzen wir setzen und ob wir im Gespräch bleiben.
Gerade Unternehmen stehen vor der Frage, wie ihre Werte im Alltag erkennbar werden: in Entscheidungen, in der Zusammenarbeit und im Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven. Dafür braucht es Räume, in denen Menschen offen sprechen, einander zuhören und zu tragfähigen Schlussfolgerungen finden können.
Der Abend war tief und herausfordernd, nicht auf leichte Unterhaltung angelegt. Zugleich hat er Mut gemacht und Energie gegeben. Danke an Stephan Anpalagan für seine persönlichen Impulse und an alle Gäst:innen für ihre Offenheit und die Bereitschaft, Perspektiven miteinander zu teilen.
Wenn ihr in eurem Unternehmen klären möchtet, wie eure Werte in Entscheidungen, Zusammenarbeit und Kommunikation sichtbar werden, kommt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit euch herauszufinden, wo eure Haltung schon spürbar ist – und wo sie noch mehr Wirkung entfalten kann.